Rettet die Dorfbeiz
gutundgut kämpft gegen das Aussterben von Dorfbeizen
Viele Gasthäuser in ländlichen Regionen stehen leer. Hohe administrative Hürden, komplexe Auflagen und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld überfordern klassische Pachtmodelle. Mit ihnen stirbt mehr als Gastronomie: der letzte neutrale Ort für Demokratie, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die Beiz geht, vereinsamt das Dorf.
Eine Lösung: «Rettet die Dorfbeiz»
gutundgut kämpft gegen das Aussterben von Dorfbeizen in ländlichen Regionen. Gemeinsam mit dem Competence Center for Social Innovation der Universität St.Gallen und GastroSuisse entwickeln wir Grundlagen und praxistaugliche Hilfsmittel, damit Gemeinden und Betreibende ihre Dorfbeiz erhalten oder neu beleben können. Das Ziel ist nicht, das bestehende Modell künstlich am Leben zu erhalten – sondern die Dorfbeiz entlang aktueller gesellschaftlicher Trends und veränderter Bedürfnisse systematisch weiterzuentwickeln.
Der Ansatz: Hilfe zur Selbsthilfe
Aus dem ersten Workshop im Mai 2026 haben sich zwei konkrete Lösungsrichtungen herauskristallisiert – für Gemeinden mit und ohne bestehende Beiz:
Beratungs- und Coaching-Programm: Eine zentrale Koordinationsstelle, die Gemeinden und Betreibende mit praxisnahem Wissen und strategischer Begleitung unterstützt.
Gemeinschaftliche Betreibermodelle: Ansätze für ein kollektives Management, bei dem Liegenschaft und Betrieb partnerschaftlich von Gemeinde und Bevölkerung getragen werden.
Mittelfristig soll eine eigene Trägerschaft aufgebaut werden, die von den Dorfbeizen selbst aktiv mitgetragen wird.
Die Vision: Ein Netzwerk für die Schweiz
Das Projekt endet nicht beim einzelnen Dorf. Die Idee ist, dass die Erkenntnisse aus den Pilotgemeinden in eine Toolbox einfliessen, die als systemischer Leitfaden schweizweit eingesetzt werden kann.
Projektphasen 2026–2029
Mai 2026 - Innovations-Workshop, Mobiliar Forum Bern: Rund 20 Personen aus Gemeinden, Gastronomie und Wissenschaft erarbeiteten gemeinsam erste Lösungsrichtungen, die die Grundlage für die nächsten Schritte bilden.
Vorphase 2026 - Finanzierung und Vorbereitung: Die erarbeiteten Modelle werden finalisiert und die Finanzmittel für den Programmaufbau gesichert.Gründung des Vereins «Rettet die Dorfbeiz»
2027–2028 - Pilotbetrieb: Pilotbetrieb mit wissenschaftlicher Begleitung durch gutundgut, Competence Center for Social Innovation der Universität St. Gallen und GastroSuisse: Wirkungsmessung, Lernschleifen, Modell-Optimierung. Was funktioniert, wird dokumentiert und übertragbar gemacht.
2029 - Skalierungs-Blueprint und Rollout: Die Erkenntnisse des Pilots fliessen in einen praxiserprobten Blueprint. Das Modell wird anderen Gemeinden zugänglich gemacht, schweizweit.
Pilotgemeinde werden?
Wir arbeiten bereits mit ersten Partnergemeinden zusammen, die den Weg für das neue Modell ebnen. Dennoch sind wir offen für weitere engagierte Akteure: Steht eine Beiz in Ihrer Gemeinde leer? Kämpft ein Betrieb mit der Nachfolge oder droht das wirtschaftliche Aus?
Melden Sie sich. Wir prüfen gemeinsam, ob eine Teilnahme am Pilotprojekt in Frage kommt oder wie wir Sie unterstützen können.
Interessenbekundungen und Fragen an:
⭢ Anne van der Pot, Mail
Projekt Unterstützen?
Wir suchen Stiftungen, Förderprogramme und Partner, die diesen Prozess ermöglichen.
Warum fördern? Soziale Infrastruktur zu erhalten ist günstiger als soziale Folgekosten zu tragen. Isolation, schwindende demokratische Teilhabe und Abwanderung sind messbar und wachsen. Dieses Projekt setzt präventiv an – mit wissenschaftlicher Begleitung, echten Pilotgemeinden und einem Ansatz, der auf Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgerichtet ist.
Wofür setzen wir die Mittel ein? Die Förderung ermöglicht die gesamte Projektentwicklung: Konzeption, Aufbau und Begleitung der Pilotgemeinden über drei Jahre sowie die wissenschaftliche Auswertung durch die Universität St. Gallen.
Was Ihre Unterstützung bewirkt Ein erprobtes, übertragbares Modell für soziale Infrastruktur im ländlichen Raum – mit Multiplikatorwirkung für andere Gemeinden schweizweit.
Kontakt Für ein erstes, unverbindliches Gespräch melden Sie sich direkt:
⭢ Rafael Enzler, Mail, +41 44 260 80 51
Den Artikel über dieses Projekt finden Sie hier im GastroJournal.
Möchtest du über dieses Projekt auf dem Laufenden bleiben? Weitere Informationen findest du auf der Website «Rettet die Dorbeiz».